Datensilos aufbrechen, um die Supply Chain zu optimieren – Data Intelligence Hub
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Datensilos aufbrechen, um die Supply Chain zu optimieren

„Die wertvollste Ressource der Welt ist nicht mehr Öl, sondern Daten“, schrieb der Economist 2017. Aber was können Unternehmen mit all den Daten tun, die sie produzieren? Wer es schafft, Daten zu analysieren und zu interpretieren, kann mit den Ergebnissen Wettbewerbsvorteile realisieren, Kosten senken und sogar neue Geschäftsfelder erschließen.

Seit September 2018 ist der Data Intelligence Hub (DIH) der Deutschen Telekom die Lösung für Unternehmen, die nach Wegen suchen, um auf Basis von datengetriebenen Analysen bessere Entscheidungen zu treffen. Mit der Einrichtung des DIH als „1st Cross-Industry Analytics Platform“ und unabhängigen Marktplatz ermöglicht die Deutsche Telekom den sicheren Datenaustausch und die Datenmonetarisierung zwischen Unternehmen.

Anwendungsfälle für den DIH finden sich in allen Branchen. Gerade im Logistikbereich, in dem unternehmensübergreifend Waren und Informationen ausgetauscht werden, stehen Unternehmen vor Herausforderungen, die vom DIH gelöst werden können. Jährlich kommen etwa 30% aller Lieferungen später als ursprünglich geplant an, was weitere Verzögerungen bei der Produktion nach sich zieht und daraus resultierend zum zusätzlichen Auftreten von Kosten führen kann.

Gerade in komplexen Lieferketten hat ein einzelnes Paket viele verschiedene Berührungspunkte und wechselt die Transportmittel – vom Lkw über die Bahn bis hin zu Schiffen und Flugzeugen. Doch wie kann der Kunde feststellen, an welcher Stelle und zu welchem Zeitpunkt sein Paket zum Beispiel einer Erschütterung ausgesetzt war? Wie können Lebensmittelläden feststellen, ob die Kühlkette intakt geblieben ist, als die letzte Charge Milchprodukte an sie geliefert wurde? Derzeit reagieren gerade Logistikunternehmen noch verhalten, ihre Daten zu teilen. Sie fürchten, ihren Konkurrenten dadurch einen wertvollen Vorteil zu bieten. Somit existieren viele Datensilos nebeneinander.

„Disruptive Innovation passiert in Ökosystemen. Ökosysteme erfordern die Zusammenarbeit zwischen Partnern, um gemeinsam Mehrwert für den Endkunden zu schaffen. Um dies zum Leben zu erwecken, ist die gemeinsame Nutzung von Daten erforderlich. Unternehmen wollen ihre Daten jedoch nicht kostenlos weitergeben, sondern sicherstellen, dass sie die Kontrolle darüber haben, wer mit ihren Daten was macht“, sagt Prof. Dr. Boris Otto, Geschäftsführer des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik (ISST). „Daher ist die Datenhoheit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal besonders für europäische Unternehmen, aber im Allgemeinen auf der ganzen Welt. Der Data Intelligence Hub der Deutschen Telekom wurde auf Basis des IDS-Referenzarchitekturmodells (International Data Spaces) entwickelt und schützt die Interessen der Datenanbieter zu jeder Zeit.“

Der DIH ermöglicht den kontrollierten und anonymen Austausch von Daten auch unter Wettbewerbern, um dedizierten Kunden Transparenz und Mehrwert zu bieten. Dateneigentümer behalten die Hoheit über ihre Daten und die volle Kontrolle darüber, was sie teilen möchten. Wenn ein Unternehmen Bedarf an Ihrem Datensatz hat (z. B. Routeninformationen von Hongkong nach Rotterdam), erhalten Sie ein Angebot und einen Preis für den anonymisierten Datensatz.

Mit IoT-Bündeln, die von Anfang bis Ende auch komplexe Lieferketten abdecken, bietet die Deutsche Telekom nicht nur den Marktplatz für Handelsdaten, sondern auch die Mittel und Plattformen, um diese zu sammeln und zu analysieren. Gesammelt in der Cloud der Dinge, der IoT-Plattform der Deutschen Telekom, können Daten einfach an das DIH übertragen werden, um weiter analysiert und kombiniert zu werden. Zum Beispiel können nahezu Echtzeitdaten mit historischen Streckendaten und Wetterdaten kombiniert werden, um realistischere Vorhersagen über ETA zu machen. Dies ermöglicht Transparenz in komplexen Lieferketten und eine verbesserte Produktionsplanung.

In der Vergangenheit haben Unternehmen die richtigen Antworten auf ihre analytischen Fragen nicht bekommen, weil Daten fehlten. Mit dem neuen erweiterten Feature-Set des DIH werden Datenlücken identifiziert und geschlossen, was zu wertvolleren Erkenntnissen im Prozess führt.

Dominik Temerowski, Leiter Strategische Partner der T-Systems Digital Division, wird den Data-Intelligence-Hub und einige Anwendungsfälle für Kunden auf der vom 14. bis zum 19. Oktober in Las Vegas stattfindenden Teradata Analytics Universe-Konferenz vorstellen.